Alles dabei für das Wunder der Geburt
Seit fünf Jahren entbindet Hebamme Angelika Kraus ausschließlich Hausgeburten
Vieles ist möglich in unserer modernen Zeit – auch die Rückbesinnung auf die natürliche Geburt zuhause. Bambolino lässt zwei Mütter erzählen, die ihre Kinder so auf die Welt brachten und sprach mit Angelika Kraus, die als einzige Hebamme im Bamberger Raum ausschließlich Hausgeburten begleitet.
Mehr Infos bei Angelika Kraus, Tel. 0951/25 144 19 oder per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können.
Ruth (39 Jahre) mit Thaddeus (5), Raphaela (3), Valentina (8 Monate)
„Die ersten beiden Kinder hatte ich bereits ambulant entbunden. Daher nahm ich den Tipp Hausgeburt von meiner Ärztin begeistert auf. Mein Mann hatte da größere Bedenken. Wir luden unsere Hebamme Geli Kraus zum Erstgespräch ein – danach war er beruhigter und sagte, dass er die Entscheidung mir überlassen wolle. Mir hat besonders gefallen, dass von der Hebamme kein Druck ausging – sie hat mir immer das Gefühl gegeben, dass es auch in Ordnung sei, wenn ich mich kurz vorher noch für die Klinik entscheide. Als es dann um 3 Uhr morgens los ging, hatte ich erst Hemmungen: Kann man mitten in der Nacht anrufen? Telefonisch haben wir die ersten Anweisungen entgegen genommen. Nach zwanzig Minuten kam die Hebamme mit einer Kollegin zur Unterstützung. Es war alles sehr entspannt – mein Mann war da, hat sich zwischendurch mal um meine kleine Tochter gekümmert, und als Valentina dann um 5.45 Uhr geboren war, kam mein Sohn und wollte auf eigenen Wunsch die Nabelschnur durchschneiden. Überhaupt habe ich es sehr genossen, dass ich so viel Zeit hatte. Wir hatten die Möglichkeit, unseren eigenen Rhythmus zu leben. Eigentlich war es für mich die schönste Art zu entbinden – ich bin nicht in irgendeinem Krankenhausbett hin- und hergefahren worden. Der Zauber der Geburt hat noch lange nachgewirkt.“
Natascha (37 Jahre) mit Nathan (1 1/2)
„Ich hatte mir während meiner ersten Schwangerschaft mehrere Kliniken angeschaut, aber irgendwie konnte ich mich damit nicht anfreunden. Als ich meiner Ärztin meine Bedenken mitteilte, empfahl sie mir ein Gespräch mit einer Hebamme, die auf Hausgeburten spezialisiert ist. Mein Mann war erst skeptisch, aber als ich nach dem Gespräch mit Geli Kraus ganz sicher war, dass das für mich der richtige Weg ist, unterstützte mein Mann mich voll und ganz. Das ist natürlich auch ganz wichtig! Geli kam drei Wochen vor dem errechneten Termin zu mir und sagte, dass nun die Rufbereitschaft beginne und somit der geplanten Hausgeburt nichts mehr im Weg stehe. Vermutlich hat mich das so entspannt, dass es just auch an diesem Tag los ging – nachts bekam ich die ersten leichten Wehen. Morgens um sechs habe ich dann die Hebamme angerufen, die um acht Uhr mit frischen Hörnchen und Erdbeermarmelade vor der Tür stand. Wir haben erstmal gemeinsam gefrühstückt. Mein Sohn wurde abends um 19 Uhr geboren – dass ich daheim war, hat mir in dieser langen Zeit sehr geholfen. Auch als Nathan da war, gab es kein hektisches Wiegen, Abnabeln, usw., sondern wir hatten alle Zeit der Welt. Mein Mann und die zweite Hebamme haben Nathan gemeinsam gewaschen, während Geli sich um mich gekümmert hat. Auf jeden Fall empfehle ich jeder Frau, auf sich selbst zu hören und im Zweifelsfall alle Möglichkeiten der Information zu nutzen – eben auch ein Gespräch über eine Hausgeburt mit einer Hebamme. Ich werde auf jeden Fall mein zweites Kind im Sommer wieder so entbinden.“
